OÖ: Wieder schwarzes Geld für linke Medien
Wie die Tageszeitung "Der Standard" und der staatliche Rundfunk berichten, planen die Gebrüder Fellner die Einführung einer neuen bundesweiten Tageszeitung. Widerstand dagegen regt sich von Seiten der deutschen Mehrheitseigentümer der News-Verlagsgruppe, an der die Fellners – noch – rund 18% halten.
Als Finanziers des neuen Projekts gelten pikanterweise die ÖVP-Oberösterreich über die ihr zum Teil gehörende "Oberösterreichische Rundschau" sowie die allgemein dem Einflußbereich der Partei zugerechnete Raiffeisenlandesbank.
Einen Namen gemacht hat sich die Verlegerfamilie Fellner bisher v.a. durch Gründung linksliberal-zeitgeistiger Journale, wie "Rennbahnexpress", "News", "Format" und "Woman".
Die Angelegenheit dürfte, so wird allgemein spekuliert, v.a. finanzielle Hintergründe haben. Welche politische Strategie die ÖVP damit verfolgen könnte, ein weiteres linksliberales Medium zu finanzieren, ist nicht zu ersehen.
Bedroht fühlen sich davon auf jeden Fall die "Oberösterreichischen Nachrichten", welche selbst eine gesellschaftspolitisch linksliberale und gegenüber dem Katholizismus äußerst negative Blattlinie verfolgen. Dort reagiert man heute mit einem sehr kritischen Artikel, in dem vor einem Zeitungskrieg gewarnt und Landeshauptmann Pühringer (ÖVP) in die Pflicht zu nehmen versucht wird.

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