Hauseigener Schwarzer Religionsanschütter
Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich Religionsanschütter Hermann Nitsch dzt. bei der Österreichischen Volkspartei. Nach der Verleihung des niederösterreichischen Kulturpreises samt Einkaufstour durch das Duo Pröll/Prokop geruht nun Kunststaatssekretär Franz Morak (ebenfalls ÖVP; vgl. Verlautbarung des Bundeskanzleramts) den "Großen Österreichischen Staatspreis", dotiert mit 30.000 Euro, (vgl. Bericht "Der Standard") zu verleihen.
Herr Nitsch ist Absolvent einer renommierten Graphiker-HTL und beschäftigt sich bereits seit der Schulzeit auf seine Weise mit dem Thema Religion. Für Morak, dessen Staatssekretariat im Bundeskanzleramt von Kanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) ressortiert, ist Nitsch "... eine zentrale Figur österreichischen zeitgenössischen Kunstschaffens, der in seinem Werk grundlegende Fragen des Menschseins thematisiert ...". Viele christlich bestimmte Menschen fühlen sich aber im Gegensatz zum Kunststaatssekretär permanent in ihrem Glauben verhöhnt. Tierschützer und andere Normalbürger ekeln sich vor Nitschens Mal-, Blut- und Schlachtfesten. Diese betreibt Nitsch konsequent und ohne erkennbare Innovationen seit Anfang der sechziger Jahre, u.a. gemeinsam mit Otto Mühl, einem ehemaligen Kommunenführer, der wegen Unzucht mit Minderjährigen verurteilt und inhaftiert war.
Die Preisvergabe ist natürlich wie in Niederösterreich mittels eines sog. "Kunstsenates" objektiviert und wird für das jeweilige Lebenswerk verliehen. Geklärt ist damit, warum junge Künstler nicht in den Genuß des 30.000 Euro Preises gelangen können und, zumindest wenn man die Vergabepraxis betrachtet, warum gegenständliche und bzw. oder positiv christlich inspirierte Künstler ebenfalls ausgeschlossen bleiben.
(Bild: rk-Fotoservice, 2005)
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