Sonntag, September 18, 2005

"Homo Irrweg"

In einem heutigen APA-Gespräch hat, wie u.a. der "Kurier" berichtet, ÖVP-Nationalratsabgeordneter Vincenz Liechtenstein, ein Enkel des letzten österreichischen Kaisers, den Plänen der Justizministerin Gastinger (BZÖ) sowie der steirischen und Wiener ÖVP in Sachen Homoehe eine Absage erteilt. Er spricht wörtlich von einem "... Homo-Irrweg ..." und davon, daß in einem rechtlich-juridischen Sinn Homosexuelle ohnehin bereits eheähnliche Rechte hätten. Es bestehe "... kein weiterer Bedarf ...".

Mit dieser klaren Aussage stellt er sich auch gegen den Kompromißkurs der Bundespartei, die zwar formell keine Homoehe möchte, aber nach dem "Abbau von Diskriminierungen", so die Sprachregelung, strebt.

Herr Liechtenstein saß vor seinem Einzug in den Nationalrat für die ÖVP-Steiermark im Bundesrat. Im Zivilberuf ist er in der Steiermark Forstwirt.

Er kündigt im Interview an, sich weiterhin parteiintern für seinen Standpunkt einzusetzen. Liechtenstein hat in der Vergangenheit diesem Konzept folgend konsequent die Rechtspartei "Christlich-Soziale Allianz" um Karl Habsburg öffentlich in sehr scharfem Ton abgelehnt.

(Bild: Pressefoto vincenz-liechtenstein.at, Elisabeth Kessler 2005)