A. Khol findet "nackten Jesus" toll
"Für Nationalratspräsisident A.[...] Khol ist es ein Gebot der Stunde, daß der 'nackte Jesus' von Rudi Wach endlich in Innsbruck aufgestellt wird. Zu lange sei er vor der Öffentlichkeit versteckt worden. Der ÖVP-Politiker kritisiert in diesem Zusammenhang die Verhüllungspolitik in Tirol. [...] Khol glaubt, daß es auch von der Innsbrucker Bevölkerung keine Proteste gegen die Aufstellung des Wach-Kreuzes an der Innbrücke geben werde. 'Die Zeit ist reif dafür.'"
So zitieren die IK-Nachrichten 10/2006 einen Artikel aus der Tiroler Tageszeitung vom 26. August 2006. Weiters wird der Vorgang von den IK-Nachrichten in einer Weise kommentiert, der man sich hier nur anschließen kann:
1986 und 1997 sei die Aufstellung am Widerstand der Bevölkerung und der Kirche gescheitert. Es spreche für sich, daß einer der ranghöchsten ÖVP-Politiker nunmehr glaube, das religiös-sittliche Empfinden der Katholiken Tirols sei inzwischen so abgeschwächt, daß man einen erneuten Aufstellungsversuch unternehmen könne. Die Darstellung eines völlig nackten Christus am Kreuz widerspreche der Ehrfurcht gegenüber dem Gekreuzigten, sei ein Bruch mit der christlichen Ikonographie und entspreche nach Aussagen von Judaisten auch nicht dem historischen Sachverhalt.
Die Schwarze Witwe meint dazu, daß die Darstellung aber sehr wohl dem ideologischen Sachverhalt, den sich A. Khol mit dem Staatskünstler Wach teilt, entspricht. Jedenfalls ist die Betreiberin dieses Blogs froh, daß A. Khol vor seinem Rückzug auf den Posten des schwarzen Seniorenobmanns mit seinem Eintreten für den "nackten Jesus" nochmals eine nachhaltige Kostprobe seines Konservatismus und seiner Katholizität geliefert hat.
Doch ein Hintertürchen bleibt immer offen. A. Khol kann sich, wie z.B. in der Frage der massenhaften Kindstötung im Mutterleib, auch in Sachen Wach hinter der entsprechenden Kapitulation der katholischen Kirche verstecken. Ein offensichtlich völlig vertrotteltes Stift Melk stellt seit Juni 2005 großangelegt Gegenstände des Herrn Wach aus.
