Auch Kdolskys Ehe annulliert
In der heutigen Fernseh-"Pressestunde" des ORF tätigte die neue Gesundheits- und Familienministerin, die zuletzt durch kinderfeindliche Aussagen aus der Zeit vor ihrer Bestellung aufgefallen war, die Aussage:
"Die Ehe ist mir heilig."
Daraufhin ließ es sich ihr Interviewpartner nicht nehmen, sie in die Enge zu treiben. Kdolsky mußte zugeben, daß sie in zweiter Ehe verheiratet ist. Die erste Ehe war von der katholischen Kirche, so Ministerin Kdolsky, annulliert worden.
Kdolsky ist nunmehr die dritte ÖVP-Politikerin der letzten Jahre, deren erste Ehe von der Kirche annulliert wurde.
Üblicherweise sind solche Annullierungen für normale Laien nur schwer zu erlagen und benötigen sehr lange. Annulliert werden kann eine Ehe nur aufgrund einiger weniger genau definierter Umstände wie z.B. Geisteskrankheit, verschwiegene Unfruchtbarkeit und formelle Ungültigkeit. Über die Gründe der Nichtigkeitserklärungen von Ehen machen die Kirchengerichte öffentlich keine Angaben.
Neben Kdolsky hatten auch ihre Vorgängerin Rauch-Kallat sowie Frau Ferrero-Waldner die jeweiligen ersten Ehen annullieren lassen. Allen ihnen ist als christdemokratische Politikerinnen die Ehe heilig.
So heilig wie auch der katholischen Kirche, die sich ob der seltsamen Häufung annullierter schwarzer Politikerinnenehen genauso wie die Partei fragen lassen muß, wie heilig die Ehe, insbesondere jene im Milieu der christdemokratischen Nomenklatur, tatsächlich noch ist.

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