Oberösterreichisches Kultur-Herberstein?
Der staatliche Rundfunk reportiert heute einen Bericht der Kronenzeitung. Darin geht es um die negative ökonomische Entwicklung des Museums für moderne Kunst "Lentos" in Linz.
Das Avantgarde-Museum in der Provinz leidet an stark rückläufigem Besucherinteresse (2004: -16,6%, heuer –43% prognostiziert) und einem dafür steigenden Gebarungsabgang (2004: knapp eine Million). Die moderne Kunst finanziert sich in Linz nur zu 19% selbst, den Rest begleicht der Steuerzahler.
Aufgrund dieser objektiven wirtschaftlichen Negativentwicklung sind nun Stimmen laut geworden, die einen vorzeitigen Abgang der künstlerischen Leiterin Stella Rollig verlangen.
Frau Rollig hatte vor ihrer Berufung nach Linz keinerlei Leitungserfahrung inner- oder außerhalb des Kunstbetriebs. Sie war bisher Kunstlehrerin, Journalistin beim ORF und der Tageszeitung "Der Standard" sowie saß im Vorstand eines kleinen Künstlervereins.
Hinter Frau Rollig steht Vizebürgermeister und Kunststadtrat Erich Watzl (ÖVP). Er sieht für eine Ablöse keine Notwendigkeit. Frau Rollig habe sich nach einem guten Jahr eingearbeitet.
Stella Rollig selbst sieht sich bis 2009 unter Vertrag und lehnt es ab, etwas anderes als zeitgenössische Kunst zu zeigen.
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