Ein Archiv zur ÖVP

Samstag, März 25, 2006

Schierhuber und die Prostitution

Für die Legalität der Prostitution macht sich überraschenderweise die ÖVP-Europaabgeordnete Agnes Schierhuber im ORF-Parlamentsmagazin "Hohes Haus" am 19.3.2006 stark. Schierhuber wörtlich:

"Käufliche Liebe hat es immer gegeben."

Man solle sich lediglich um Gewalt- und Kinderprostitution kümmern, meint sie während einer mit der SPÖ gemeinsam ausgerichteten Veranstaltung. Wie Frau Schierhuber gedenkt, das legalisierte Hurenbusiness effektiv nach Gewalt- und Sexsklaven im Kindesalter durchzukämmen, bleibt sie den Fernsehzuschauern schuldig. Auch ob ihre Logik ebenfalls auf "Mord und Totschlag hat es immer gegeben." anzuwenden wäre. Wäre der Spruch Schierhubers logisch, würde das bedeuten, daß staatlicherseits nichts mehr verboten werden könnte. Mein erster Vorschlag um solchen Blödsinn aus Brüssel zu unterbinden: "Steuer- und Abgabenhinterziehung hat es immer gegeben."

Das Anbiedern der Agnes Schierhuber bei Zeitgeist, Beate Uhse AG und Zuhältern kommt überraschend. Frau Schierhuber ist gelernte landwirtschaftliche Arbeiterin und ehemalige Bäuerin. Selbst auf ihrer eigenen Website hat sie unter "Politikbereiche" nur Agrarthemen zu nennen. Warum sich Frau Schierhuber jetzt für spezielle Themen des Inneren und der Strafgesetzgebung selbst als kompetent erachtet, bleibt unklar.

Geklärt ist, daß die EVP-Fraktion im EU-Parlament, der die ÖVP-Abgeordneten angehören, in letzter Zeit durch besondere Zeitgeistigkeit auffällt. So hat sie u.a. kürzlich eine Pro-Homo Resolution eingebracht, die Kritik an Homosexuellen kriminalisieren will. Offensichtlich wirkt der Geist, der in den Amtsstuben der EVP weht, nachhaltig auf den einzelnen Abgeordneten. Wie sonst käme eine gestandene und etwas simple Bauernbundfunktionärin dazu, solchen himmelschreienden Blödsinn nachzuplappern, der nur dazu führt, daß es ein breitflächiges Milieu gibt, in das Menschenhändler und Pädophile eintauchen können.

(Bild: oevp.at; Schierhuber (links) gemeinsam mit EVP-Vizechef Othmar Karas (ÖVP))

Donnerstag, März 16, 2006

ÖVP-Personal für neues Fellner Medium

Wie die Tageszeitung "Der Standard" in ihrer Print-Ausgabe vom 18. Februar auf Seite 8 berichtet, wechselt die bisherige Pressesprecherin von ÖVP-Generalsekretär Reinhard Lopatka, Frau Iris Brüggler, zum in Oberösterreich mit ÖVP-nahen Geldern entstehenden Tageszeitungsprojekt der Gebrüder Fellner.

Brüggler war vor ihrem Job als Leiterin der Abteilung "Presse und Medien" der Bundes-ÖVP u.a. bei den "Salzburger Nachrichten", "Ö3", "News-Verlag" und "TV-Media" tätig. Nachfolger von Brüggler wird der Tiroler Johannes Rauch, bisher Pressesprecher der Minister Strasser und Prokop.

Der Wechsel von Frau Brüggler zu den Fellners belegt einmal mehr die enge Bindung der Volkspartei an die Linksaußenprodukte der Medienmacher, bzw. auch welche politisch beliebigen Typen in der Partei Karriere machen.

Typische Fellner-Produkte wie News widmen sich in der Politikberichterstattung z.B. gerne ausführlich dem Kampf gegen ungeborene Kinder, der kaum verhohlenen Werbung für "Die Grünen" und der Feindschaft zur röm.-kath. Kirche.

(Bild: oevp.at; Iris Brüggler)